Ist diese Flüchtlingspolitik die richtige?

Laut EU-Kommission nimmt Deutschland im Rahmen eines Umsiedlungsprogramms 10.000 Flüchtlinge auf. Überwiegend kommen die Einwanderer aus Nordafrika und dem Nahen Osten. Klar ist hierbei, dass diese Menschen vor Krieg und nicht aus wirtschaftlichen Gründen fliehen. Die Empörung ist wieder groß, wobei man sich auch hier Fragen muss, ist diese Flüchtlingspolitik die richtige?

Bei solchen Debatten ist es ein entscheidender Punkt, welche Beweggründe die Menschen haben, weshalb sie ihr Land verlassen. In diesem Fall werden die Menschen vor allem vor Krieg und Gewalt ihr Heimatland, ob sie es wollen oder nicht, den Rücken kehren. Jedoch machen es sich auch hier die Länder wieder einfach. Die Ländergrenze zu öffnen, damit Asylberechtigte einwandern können, ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Weshalb nimmt die EU wieder insgesamt 50.000 Flüchtlinge auf? Anlass hierfür könnten Erhöhung der Bevölkerungsdichte oder unterbesetzte Arbeitsplätze, zum Beispiel in der Pflege, sein. Politik macht nichts ohne Hintergedanken, auch nicht bei der Aufnahme von Flüchtlingen.

Hilfe ist nicht nur durch eine Umsiedlung getan, vielmehr sollten man für Sicherheit und Frieden in den betroffenen Ländern sorgen, welche eine schwierigere aber bessere Lösung für die Betroffenen wäre. Klar ist der Gedanke, Leuten Sicherheit zu geben, eine gute Tat, dennoch ist es keine Dauerlösung. Vielmehr muss man im Kern des Problems, in den Kriegsorten, für Frieden sorgen. Leute flüchten aus ihrer Heimat und lassen dem Krieg ihren Boden. Vor Ort hat Gewalt und Militär die Macht, welches durch uns unterstützt wird. Deutschland ist weltweit dritt stärkster Waffenexporteur, wobei es hier keine Rolle spielt wohin die Waffen letztendlich gehen. Ob Menschen, die sich zum Schutz mit deutschen Waffen beschützen oder die, die für Gewalt mit diesen bewaffnet sind: Deutschland trägt seinen Teil bei, ob bei den Guten und bei den Bösen. Dies ist ein Teufelskreis, bei dem Deutschland auch eine Rolle spielt. Beim Waffenexport wird Deutschland nicht mit sich reden lassen, dafür sind wir viel zu wirtschaftlich orientiert. Auch wenn sich Deutschland nun entschieden hat ein weiteres Mal Flüchtlinge aufzunehmen, ist das Thema damit nicht gegessen. Heute spricht man auch nicht mehr von einer Obergrenze, sonder von einem atmenden Deckel. Hierbei handelt es sich nicht um eine klassische Yogaübung, sondern vielmehr um eine Richtgröße von 200.000 Flüchtlingen pro Jahr, wobei die totale Zahl auch nach oben oder unten abweichen kann. 

Die Arme wie Mutter Theresa aufzumachen und dann die Beine hochzulegen ist nicht der richtige Weg, bei der Aufnahme von Migranten müssen schnellere Verfahren für Bereiche wie Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis her. Betroffene müssen wissen, welche Perspektiven und Chancen sie in der neuen Heimat haben, oder ob der Aufenthalt nur für eine begrenzte Dauer bestimmt ist. Zudem stellt sich hierbei die Frage, wer sind diese Menschen? Was machen wir mit den anderen Betroffenen in den Krisengebieten? Schon in den letzten Jahren wurden überwiegend Flüchtlinge von Schleppern nach Europa gebracht und das kostet Geld. Ärmere Leute, die in den Ländern zurückgeblieben sind, da finanzielle Mittel fehlen, dürfen nicht vergessen werden. Durch Menschen, die sich die Flucht zu uns leisten konnten, schwächt man die wirtschaftliche Struktur vor Ort und letztlich bleibt den Ärmsten der Armen keine andere Wahl als zurückzubleiben.

Auch wenn wir nun diesen Weg gehen müssen wir dafür sorgen, dass moralisch vertretbar gehandelt wird. Menschen aufzunehmen bedeutet auch, dafür die Verantwortung zu übernehmen und in diesem Sektor einen gut durchdachten Weg zu planen, doch davon sind wir noch weit entfernt. Letztlich darf es nicht wieder so weit kommen, dass man in einer Blase von Unwissen schwebt. Auch wenn wir wieder nach unseren christlichen Prinzipien agieren, bedeutet das nicht, Menschen ohne eine Perspektive in Flüchtlingsunterkünften zu halten. Die Menschen werden kommen und wir haben uns dafür entschieden für sie zu sorgen, ob wir das schaffen steht wohl noch in den Sternen. Wie steht ihr zu diesem Thema?

Bist du mit der jetzigen Flüchtlingspolitik zufrieden?

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Bildquelle: Mustafa Khayat / flickr (https://flic.kr/p/j6h4K4)

Ein Kommentar bei „Ist diese Flüchtlingspolitik die richtige?“

  1. Wenn gewählte VOLKSVERTRETER
    nicht umfassend im SINNE des WORTES das VOLK vertreten,
    dann lauern ernste GEFAHREN …
    WAFFEN zum ZERSTÖREN und TÖTEN exportieren
    und dann die FLÜCHTLINGE im ZEICHEN der SOLIDARITÄT empfangen,
    das kann nicht der SINN des Zusammenlebens auf dieser Erde sein !

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